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Klangraum K

Kammermusik des RSB

6. April: Wilde Fugati und Ping-Pong-Spiele

Wenn man einen ganzen Konzertabend mit Werken für Streichsextett vorbereitet, stellt man sich automatisch die Frage, was Komponisten im Laufe der Musikgeschichte immer wieder dazu bewogen hat, für diese Besetzung zu komponieren. Was hat es mit dieser speziellen Formation des um eine zweite Bratsche und ein zweites Cello ergänzten Streichquartettes auf sich?

Im Laufe der Proben für das Konzert am 6. April wurde uns klar, was das Reizvolle an dieser Besetzung ist: Ein fast schon orchestraler homogener Streicherklang ist genauso möglich wie  intime, in filigranem Ton geführte Unterhaltungen zwischen einzelnen Stimmen, wilde Fugati mit einer Klangfülle, die den Zuhörer fast überrollt, ebenso wie gewitzte Ping-Pong-Spiele dreier Instrumenten-Pärchen. Jedes Instrument hat ein Geschwister zur Seite und die Rollenverteilung der  einzelnen Stimmen ist weit weniger festgelegt als im klassischen Streichquartett.

Wir freuen uns darauf, dem Publikum am Donnerstag nahebringen zu können, auf welch unterschiedliche Art und Weise die drei Komponisten Strauss, Schulhoff und Tschaikowsky sich dieser Besetzung nähern:

Bei Richard Strauss sind die Stimmen beinahe gleichberechtigt und es entsteht ein scheinbar endloses Mosaik aus Motivsteinen, Schulhoff benutzt sämtliche Farben der Klangpalette von Streichinstrumenten und zeichnet damit ein ungeheuer vielschichtiges expressionistisches Klangbild. Und bei Tschaikowsky kann man sich als Zuhörer an einer Fülle von musikalischen Einfällen, romantisch schwelgenden Melodien und an einem nicht enden wollenden lebendigen Wechselspiel der Stimmen und Stimmgruppen erfreuen.

Unser Sextett hat die intensive Probenarbeit (trotz schönstem Berliner Frühlingswetter!) sehr genossen und beim Erarbeiten und Eintauchen in die Werke viele Espressokapseln verbraucht und Lieferando glücklich gemacht. Wir freuen uns darauf, diese drei großartigen Kammermusikwerke am Donnerstag im Kühlhaus zu spielen!

Konstanze von Gutzeit & Andreas Kipp

9. März: Zelenka pur

Montagmorgen, 10 Uhr. Gerade mal zwölf Stunden ist es her, dass Clara, Iris und ich die Bühne der Philharmonie verlassen haben. Die 3. Mahler haben wir noch in den Ohren und auch ein wenig in den Knochen. Aber jetzt heißt es „umschalten auf Zelenka“! Eine ganz andere musikalische Welt erwartet uns. Die intensiven Endproben für unseren Zelenka-Marathon am 9. März beginnen! Weiterlesen „9. März: Zelenka pur“

19. Januar: re_fuge – die Zusammenarbeit

In unserem Programm „re_fuge“ geht es um die musikalische Form der Fuge zu verschiedenen Zeiten. Ein Thema wird durch einzelne Stimmen hindurch vorgestellt, dann variiert und verändert. Dennoch passt alles zusammen und fügt sich zu einem großen Ganzen. Weiterlesen „19. Januar: re_fuge – die Zusammenarbeit“

19. Januar: Quartettprobe

Heute ist wieder Probe, die nächsten Tage auch. So steht es bei uns im Kalender.

Bevor wir als Quartett zusammenkamen, hat sich jeder von uns mit seiner eigenen Stimme beschäftigt. Hat an manchen Stellen einen Blick in die Partitur geworfen, um sich zu informieren, was der eine oder andere um einen herum gerade spielt. Ist man die Hauptstimme oder begleitet man gerade jemanden? Weiterlesen „19. Januar: Quartettprobe“

8. Dezember: Über Auf- und Abstrich – Fortsetzung

Nach dem Sommer setzten wir uns zusammen, brachten unsere Terminkalender mit und versuchten Probentermine zu finden. Da gab es natürlich immer den einen, der sagte: „Was? So viele Proben?“ Der andere sagte: „Naja, streichen können wir immer noch, wenn es zu viel ist.“ Weiterlesen „8. Dezember: Über Auf- und Abstrich – Fortsetzung“

8. Dezember: Auf Weinbergs Spuren

Mieczysław Weinberg, jüdischer Komponist aus Polen, war ein Flüchtling. Sein Weg führte von Warschau über Minsk nach Taschkent, bevor er sich schließlich in Moskau niederließ. Weiterlesen „8. Dezember: Auf Weinbergs Spuren“

8. Dezember: Über Auf- und Abstrich

Unser Wellesz-Oktett traf sich schon vor dem Sommerurlaub  zu ersten Streicherproben für das Konzert am 8. Dezember. Das scheint sehr früh zu sein, aber wir wissen ja alle um die Zeit, die oft verfliegt, ohne dass man sie festhalten kann. Weiterlesen „8. Dezember: Über Auf- und Abstrich“

19. Januar: „Nun sag, wie hast du’s mit Mendelssohn?“

Es ist jedes Mal dasselbe. Immer wieder macht man sich auf den Weg.

Neulich wurde ich von einer Bekannten, die im Profisport zu Hause ist, gefragt:
Wie… Du musst noch üben? Ich dachte, du kannst Geige spielen? Weiterlesen „19. Januar: „Nun sag, wie hast du’s mit Mendelssohn?““

3. November: Ein Reisebericht

Das Mendelssohn-Streichoktett: Der Traum eines jeden Streichers!

Ich glaube, wir alle waren von Anfang an Feuer und Flamme, dieses wunderbare Stück zusammen  erarbeiten und aufführen zu können. Das Werk sprudelt vor jugendlicher Energie – Mendelssohn komponierte es mit erst 16 Jahren! – und verleitet dazu, sich in der Musik zu verlieren. Weiterlesen „3. November: Ein Reisebericht“

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