Charles Villiers Stanford (1852-1924): Klavierquintett op. 25

Der Ire Charles Villiers Stanford komponierte sein einziges Klavierquintett 1886 und widmete es Joseph Joachim, mit dem ihn damals schon eine lange Freundschaft verband. Er kam zur Uraufführung nach Cambridge, bei der Stanford selbst den Klavierpart spielte. Joachim brachte seine Werke nach Deutschland und  Stanford verbreitete in England die Musik ihres gemeinsamen Freundes Brahms, dessen Bewunderer er war. Stanford studierte in Leipzig, wurde zum Mitglied der Königlichen Akademie Berlin ernannt und zeitlebens wurde ihm vorgeworfen ein Brahms -Imitator zu sein.

Und heute? Nachdem erst über hundert Jahre nach ihrer Entstehung  die Noten 1996 neu verlegt wurden, schätzt man Stanfords Kompositionen auf den britischen Inseln heute vor allem für die Bearbeitungen traditioneller irischer Volkslieder!

Und jpc.de schreibt: ,,Stanfords Kammermusik hat leider nie den Sprung über den Ärmelkanal geschafft. Welche Musik wir uns da entgehen ließen….“

Uns interessiert, genau diese Mischung – ein selten gespieltes Werk und die ungewohnten Einflüsse der irischen Volksmusik – in das Kammermusikprogramm einzubringen und wir sind überrascht, einen kammermusikalischen Schatz gefunden zu haben.

Ein Beitrag von Anne Feltz

Foto © Bettina Stöß