Neue Saison, neue musikalische Projekte! Ich freue mich sehr, dieses Jahr zusammen mit fünf meiner Kollegen vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin ein Kammermusikkonzert gestalten zu können. Dieses findet am 16. Februar 2017 im Kühlhaus Berlin statt, mit Werken von Jean Cras, Bernard Andrès und Maurice Ravel. Ich finde es schön, dass ich dem Publikum im Rahmen dieses Abends mein Instrument, die Harfe, näherbringen kann. Im Orchester sitze ich mit ihr normalerweise ziemlich weit hinten, beim Quintett von Cras sind aber nur vier Musiker mit mir auf der Bühne. So werden die Zuhörer die Gelegenheit haben, die Harfe besser zu sehen und zu hören, besonders weil ich quasi durchgehend spiele, was in sinfonischen Stücken sehr selten der Fall ist.

Als ich mir das Stück von Jean Cras angehört habe, musste ich sofort an zwei andere Komponisten denken, die mir sehr am Herzen liegen: Claude Debussy und Arnold Bax. Jean Cras schafft eine wunderbare Kombination zwischen impressionistischen Klängen, starken Rhythmen und modernen Harmonien. Auch die Besetzung gefällt mir sehr: Flöte, Violine, Viola, Violoncello und Harfe. Die Klangfarben sind verschieden, mischen sich jedoch in der Komposition sehr gut miteinander.

Außerdem spiele ich an dem Abend noch ein Stück alleine, „Absidioles“ von Bernard Andrès. Wenn sich jemand die Harfe vorstellt, denkt er gewöhnlich an typische „Engelsklänge“: weiche und leise Harmonien. Das kann die Harfe natürlich auch, aber nicht nur! In den „Absidioles“ zeigt sie ihre andere Persönlichkeit, seien Sie gespannt!

Ein Beitrag von Maud Edenwald