Heute ist wieder Probe, die nächsten Tage auch. So steht es bei uns im Kalender.

Bevor wir als Quartett zusammenkamen, hat sich jeder von uns mit seiner eigenen Stimme beschäftigt. Hat an manchen Stellen einen Blick in die Partitur geworfen, um sich zu informieren, was der eine oder andere um einen herum gerade spielt. Ist man die Hauptstimme oder begleitet man gerade jemanden?

Diesen Rohbau im Kopf nimmt man mit in die gemeinsame Probe. Trotzdem ist es spannend und meist unglaublich schön, wenn wir dann tatsächlich zu viert zusammensitzen und es anfängt zu klingen; wenn alles einen Sinn macht, was man sich vorher zurechtgelegt hat.

Quartettprobe
Quartettprobe im Atelier, v.l.n.r.: Rodrigo Bauzá, Juliane Manyak, Alejandro Regueira Caumel, Georg Boge

Jetzt besteht die Kunst darin, eine gemeinsame Linie zu finden. Vier verschiedene Charaktere haben vier verschiedene Vorstellungen. Manchmal sind wir uns aber auch ohne Worte absolut einig. Es gibt auch kein Falsch oder Richtig. Musik ist Ausdruck. Und wir sind dabei, der Musik unseren Ausdruck zu verleihen.

Text von Juliane Manyak
Fotos von Lara Faroqhi